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Das ZDF ist in in der allgemeinen Wahrnehmung kein Familienprogramm mehr, sondern "ein Sender für alte Zuschauer". Dies ist das ernüchternde Ergebnis einer Zuschauerbefragung, die das ZDF selbst in Auftrag gegeben hat und aus der der "Spiegel" zitiert. Das wahre Leben finde auf anderen Sendern statt - und nicht im ZDF.
Befragt worden waren sowohl die vorwiegend älteren Stammgucker, die nach "Spiegel"-Angaben in der Untersuchung als "sterbende" Zuschauergruppe bezeichnet werden, als auch Jüngere, die das Zweite kaum einschalten. Unter 50-Jährige fühlten sich "über weite Strecken ausgegrenzt".
Das Informationsangebot wird als "zu weit weg vom Zuschauer" sowie als "steif, trocken, künstlich" bezeichnet, die Tonalität der fiktionalen Programme sei "nicht modern genug". Auch vom gewichtigen Unterhaltungsdampfer früherer Jahre ist nicht mehr viel übrig: So erscheinen die heutigen Shows den Befragten als "wenig präsent und wenig besonders". Der Talk des "Vorzeigemoderators" Markus Lanz laufe "so spät, dass er im Gefühl der Zuschauer kaum existiert", die Pilawa-Shows würden "(noch) nicht als Highlight erlebt", soll es in der Untersuchung heißen.
Positiv bewertet würden Comedy-Sendungen wie die "heute-show", der "Fernsehgarten" ("ZDF-Anker mit positiver Strahlkraft") und die Doku-Reihe "Terra X".
Im Resümee warnt die Studie dem "Spiegel"-Bericht zufolge vor einem "Teufelskreis": Orientiere man sich weiter am Erfolg beim Gesamtpublikum, sichere dies kurz- bis mittelfristige Erfolge; auf lange Sicht aber drohten "massive Verluste, da neue, jüngere Zielgruppen außen vor bleiben".
Das ZDF will die Ergebnisse der Image-Untersuchung in die "redaktionelle und planerische Entwicklungsarbeit" einfließen lassen.