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Die ProSiebenSat.1-Tochtergesellschaft Red Arrow übernimmt 60% der Anteile der New Yorker Produktionsfirma Left-Right. Das kündigte Jan Frouman, Geschäftsführer von Red Arrow, im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Vorabmeldung zur Dienstagsausgabe) an.
Die restlichen Anteile bleiben bei den amerikanischen Produzenten und Unternehmensgründern Banks Tarver und Ken Druckerman. Left Right produziert unterschiedliche Fernsehformate, u.a. Dokumentationen und Unterhaltungsshows, und verkauft sie weltweit. Das Unternehmen soll in das Red-Arrow-Netzwerk integriert werden, in dem bereits 18 Fernsehproduzenten aus neun Ländern Shows und Filme herstellen.
"Left Right ist der größte Deal, den wir bisher gemacht haben", sagte Frouman der "FAZ". Genaue Zahlen nennt der Konzern zwar nicht, aber die Rede ist von einem Betrag in zweistelliger Millionenhöhe.
Im März dieses Jahres hatten die Unterföhringer die britische Produktionsfirma Endor gekauft (kress.de vom 19. März 2012). Zwei Monate später hatte Red Arrow die Mehrheit an der britischen Produktionsfirma Nerd TV übernommen. Nun soll mit den Zukäufen erst einmal Schluss sein: "Nach den zahlreichen Übernahmen in den vergangenen zweieinhalb Jahren werden wir jetzt eine Integrationspause einlegen. Das Ziel, jedes Jahr um 20 Prozent zu wachsen, werden wir erreichen", sagte Frouman gegenüber der "FAZ".
Mit dem Kauf des US-Produzenten Fuse Entertainment stieg Red Arrow im September vergangenen Jahres in die Produktion von TV-Serien in Hollywood ein (kress.de vom 27. September 2011). "Wir können uns vorstellen, weitere Firmen im größten Fernsehmarkt der Welt dazu zu kaufen", sagte Frouman damals dem "Handelsblatt". 2011 erzielte Red Arrow einen Umsatz von rund 110 Mio Euro. "Bis 2015 wollen wir bei den Erlösen über 20% wachsen", so Frouman.