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Nun gibt es einen ersten Rückschlag: "Me.ga - The return of the Jedi - May the Force be with us", bewarb Dotcom sein neues Speicher-Angebot am 1. November. Die .ga-Endung gehört zu Gabun, einem kleinen Staat in Zentralafrika. Die Regierung des Landes will nicht hinnehmen, dass Dotcom eine Adresse ihres Landes für seinen Dateispeicher verwendet.
"Gabun kann nicht als Plattform oder Bühne für Urheberrechtsverletzungen dienen oder von skrupellosen Menschen benutzt werden", sagte Kommunikationsminister Blaise Louembe laut der Nachrichtenagentur AFP. Er habe angeordnet, die Seite sofort zu sperren. Das Szeneportal "Torrent Freak" berichtet außerdem von einem Hacker-Angriff. Eine Gruppe namens Omega soll Me.ga mindestens kurzfristig gekapert und auf eine eigene Seite umgeleitet haben.
Dabei hatte Dotcom extra auf eine Adresse mit der Endung .com verzichtet, um nicht sofort wieder Ärger mit Behörden zu bekommen. Auf solche Adressen haben US-Strafverfolger direkten Zugriff. Seinen Filehoster Megaupload hatte er über eine .com-Domain betrieben. Der Dienst war unter juristisch umstrittenen Umständen Anfang des Jahres vom FBI geschlossen worden. Derzeit kämpft Dotcom in Neuseeland gegen seine Auslieferung in die USA.
Ihm soll dort vorgeworfen werden, an illegalen Kopien von Kinofilmen verdient zu haben. Raubkopie-Portale hatten massenhaft illegale Kopien auf Megaupload abgelegt. Dotcom weist die Vorwürfe zurück und behauptet, seine Firma habe illegale Kopien auf Megaupload stets gelöscht, wenn sich ein Rechteinhaber beschwerte.
Für seinen neuen Speicherdienst hat er sich einen Trick ausgedacht: Er will nur verschlüsselte Dateien speichern und sich so jeder Verantwortung entziehen. Außerdem sollen die Dateien nicht auf Servern in den USA liegen, sondern auf den Servern von Anbietern weltweit, die mit Dotcom ins Geschäft kommen wollen. Das Startkapital für den Dienst soll nach Angaben des gebürtigen Schleswig-Holsteiners, der früher mit Nachnamen Schmitz hieß, zusammen gekommen sein.